Symptome

Es gibt zwei verschiedene Symptome von Rückenschmerzen

a.) Lokale Schmerzen (zentraler Rücken oder Nackenschmerz)
b.) Ausstrahlende Schmerzen (Nervenschmerz/ Ischias)

Beispielsweise fällt unter den lokalen Schmerz der Ihnen sicher bekannte Hexenschuss.
Unter den ausstrahlenden Schmerz fällt der sogenannte Ischiasschmerz. Beides wird im Anschluss erklärt. Ausstrahlende Schmerzen im Cervikalbereich sind oftmals in Schulter-, Arm-, Hand- und Fingerbereich vorhanden.

Hexenschuss und Ischias

Hexanschuss

Ein Hexenschuss ist ein plötzlich einschießender Schmerz in die Rückenmuskulatur. Tritt dieser Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, so spricht man vom klassischen Hexenschuss oder Lumbago. Ausgelöst wird er meist durch alltägliche Bewegungen wie Heben, Drehen oder Bücken bzw. Aufrichten. Häufig können die Betroffenen ihren Rücken nicht mehr strecken. Die Schmerzen strahlen meistens jedoch nicht ins Bein aus. Dehnt sich dieser Schmerz zusätzlich in das Gesäß und Bein einer Körperseite aus, so wird dies als Lumboischialgie oder Ischiasschmerz bezeichnet. Ischias ist keine Krankheit, sondern es handelt sich beim Ischias um die Bezeichnung für den größten Beinnerv, der durch den Wirbelkanal am hinteren Bein entlang, bis in die Füße verläuft. Schmerzt nur die Wirbelsäule und ihre direkte Umgebung, spricht man von Hexenschuss oder Lumbago (Schmerzen im unteren Teil des Rückens). Strahlen die Schmerzen über das Gesäß ins Bein - entsprechend dem Verlauf des Ischiasnerven - , handelt es sich um Ischiasschmerzen.

Schmerz ist keine Krankheit im medizinischen Sinne sondern ein Warnsignal, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Schmerzentstehung

Wenn Schmerz mehr als ein zeitweiliges Muskelproblem ist, sollte man diesen ernst nehmen - es handelt sich hier um ein Warnsignal. Die Entstehung von chronischem Rückenschmerz wird mit dem Verlust der Wirbelsäulenstabilität in Verbindung gebracht. Diese kommt zustande, wenn der Muskel und Bandapparat die kontrollierte Beweglichkeit der Wirbelsäule (Wirbelkörper mit Bandscheiben) innerhalb bestimmter Grenzen nicht mehr aufrecht erhalten kann. Was wir also auch mit unserem Körper machen bzw. nicht machen - das ganze Wirbelsäulensystem ist immer beteiligt. Diese erhöhte Beweglichkeit kann zur Einengung oder Dehnung von schmerzsensitiven Strukturen führen. Sie kann aber auch dazu führen, dass der Körper den Verlust der Stabilität mit zusätzlichem Knochenanbau ausgleicht oder den Bandapparat verknöchert.

Zwischen den Wirbelkörpern treten im Normalfall Spinalnerven mit ihren Verästelungen ungehindert auf Bandscheibenhöhe aus. Sind diese Austrittsöffnungen durch krankhafte Veränderungen im Bewegungssegment verengt (Stenosen), kann es zu Einklemmungen bzw. Reizungen oder gar Entzündungen dieser Nerven kommen. Dies ist einer der Hauptgründe für verschiedene Schmerzen im Nacken und Lendenbereich, die auch in Arme und Beine ausstrahlen können. Sie können nur punktuell auftreten, mit bestimmten Bewegungen einhergehen oder einfach dauerhaft sein. Dies kann zu Missempfindungen oder gar zu Lähmungen führen.

Nehmen Sie Ihre Schmerzen nicht hin!

Es können auch weitere Strukturen als Schmerzursache in Betracht kommen. Dies kann die Bandscheibe selbst sein, aber auch die Wirbelgelenke. Wenn eine Bandscheibe beginnt zu degenerieren, also an Höhe zu verlieren, werden diese kleinen Gelenke zunehmend belastet, um zur Stabilität beizutragen. Da ihre Gelenkflächen mit Nerven versorgt sind, ist diese Abnutzung schmerzhaft. Die Degeneration von Bandscheibe und Facettengelenk führt weiterhin zu Instabilitäten wie dem Wirbelgleiten (Spondylolisthese).

Daraus was wird ersichtlich, dass eine Vielzahl von Strukturen in verschiedenen Kombinationen und Anteilen zur Entstehung von Schmerz beitragen können. Deswegen ist die genaue Identifikation des Schmerzgenerators die Grundlage jeder Therapie. Diese beginnt zuerst mit konservativer Behandlung, wenn keine ernsthaften Probleme von Seiten der Nerven vorliegen. Es muss nicht gleich ein chirurgischer Eingriff sein, über den man aber nachdenken sollte, wenn diese konservativen Methoden nach 6 Monaten nicht erfolgreich waren.