Therapie bei Wirbelgelenkarthrose

Die Krankengymnastik mit dem Aufbau der Bauch- und Rückenmuskulatur spielt bei der Entlastung und Stabilisierung der Wirbelsäule eine zentrale Rolle. Eine gut trainierte Rumpfmuskulatur stabilisiert die Wirbelsäule wie ein Korsett. Patienten müssen die erlernten Übungen anschließend selbständig und regelmäßig zuhause ausführen. Ergänzend sollten sie wirbelsäulenfreundliche Sportarten wie Rückenschwimmen, Radfahren, Tanzen oder Nordic Walking ausüben.

Bei akuten, stärkeren Beschwerden können kurzfristig Schmerzmedikamente helfen. Auch die Physikalische Therapie oder Infiltration helfen gegen die Beschwerden. Dennoch ist regelmäßige Bewegung der wichtigste Therapiebaustein. In seltenen Fällen ist ein stabilisierendes Korsett notwendig. Der Nachteil ist, dass es die Rumpfmuskulatur schwächt.

Lassen sich die Beschwerden mit diesen Maßnahmen nicht bessern, wird häufig eine Facettenblockade durchgeführt. Ähnlich wie bei der diagnostischen Facetteninjektion wird ein lokales Betäubungsmittel in oder an die erkrankten Wirbelgelenke gespritzt – in diesem Fall aber gemischt mit Kortison. Dieses soll die Entzündung hemmen.

Erst wenn der Leidensdruck sehr hoch ist, ist eine operative, minimalinvasive mikroskopische Dekompression zu empfehlen.