berichtet am 05.03.2009
Erfahrung: Dr. Rudolf Bertagnoli ist Leiter des Wirbelsäulen-Spezial-Instituts „ProSpine“. Er hat die bewegungserhaltenden Operationen an der Wirbelsäule in den vergangenen Jahren international voran getrieben. Er hat die neue Prothese maßgeblich mit entwickelt.
Fortschritt: Die neue Prothesengeneration kann besser und sanfter am Halswirbelknochen verankert werden. Gerade bei zierlichen oder gebrechlichen Patienten bietet die neue Prothese Vorteile. Neues Material sorgt für geringeren Verschleiß.
Bei der C-Bogen gesteuert Schmerztherapie handelt es sich um ein besonders präzises Verfahren. So werden per Röntgenkontrolle (C-Bogen) in Bauchlage des Patienten feine Nadeln millimetergenau an die schmerzenden Strukturen wie Wirbelgelenke oder Nervenwurzeln sowie ggf. auch an einen Bandscheibenvorfall herangeführt. Nach Kontrolle der Nadellage werden z.B. die Wirbelgelenke infiltriert oder aber ein Nervenwurzel mit betäubenden und entzündungshemmenden Medikamenten umspritzt. Selbstverständlich erfolgt vor jeglicher Therapie eine präzise Analyse des Schmerzes durch die genaue Befragung des Patienten zu seinem Schmerzbild, gefolgt von einer klinisch-neurologischen Untersuchung durch den behandelnden Neurochirurgen. Anschließend werden diese Befunde mit den Ergebnissen einer kernspintomografischen oder computertomographischen Untersuchung (MRT oder CT) verglichen. Konventionelle Röntgenuntersuchungen haben hier nur eine sehr begrenzte Aussagekraft.
· Klassische Zielpunkte der CT-Therapie sind vor allem: Die Nervenwurzeln bei Ischiasschmerzen, die entsprechend des jeweils betroffenen Bandscheibensegmentes ins Bein ausstrahlen; Ursachen sind meist Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfälle oder verschleißbedingte knöcherne Verengungen des Wirbelkanals oder der Nervenwurzel-Austrittslöcher.
· Die Gelenke der Wirbelsäule, die auch als Facettengelenke bezeichnet werden und bei Überlastung durch Bandscheibenschäden oder Abnutzung eher lokale Rückenschmerzen ggf. mit Ausstrahlung in die Hüfte oder Leiste oder auch Blockierungen („Hexenschuss“) auslösen.
· gelegentlich die Ileosacralgelenke als knorpelige Verbindung zwischen Kreuzbein und Beckenschaufeln; Ursache sind meist ein Verschleiß, eine Bänderschwäche oder reaktiv bei Erkrankung der unteren Lendenbandscheiben.
Die Behandlung wird grundsätzlich in örtlicher Betäubung mit sehr feinen Nadeln vorgenommen. Der Patient liegt auf dem Bauch. Zur genauen Höhenlokalisation der Schmerzstelle wird auf den Rücken die Einstichstellen makiert. Jetzt kann auf dem Röntgenbild die Schmerzstelle lokalisiert werden.