Es gibt verschiedene konservative Therapien, die sich bewährt haben. Sie können als Stufen betrachtet werden. Wenn eine Methode nicht den gewünschten Erfolg bringt, geht man zur nächsten Methode über.
Ein Spezialgebiet von Frau Dr. Fenk-Mayer ist die Schmerztherapie. Als Mitglied im schmerztherapeutischen Kollegium hält sich Frau Dr. Fenk-Mayer immer auf den aktuellsten Stand der Therapiemöglichkeiten.
· Medikamentöse Schmerztherapie
· Nichtinvasive, externe Behandlung
· Injektionen/Infiltrationen
· Weitere invasive Methoden der Schmerzbehandlung
Hier werden nicht die krankhaften Veränderungen der Wirbelsäule im Sinne einer Heilung angesprochen sondern die Schmerzsymptome, um wieder eine Teilnahme am normalen Alltagsleben zu ermöglichen. Bei akuten oder geringfügigeren Schmerzen werden sehr häufig Entzündungshemmer wie z.B. Diclofenac verschrieben. Bei sehr starken und chronischen Schmerzen kommen Morphinderivate in verschieden Stärken wie z.B. Oxycodon zum Einsatz.
Durch richtige, individuelle Dosierung wird bei längerem Einsatz ein Suchtrisiko vermieden. Bei chronischem Schmerz werden auch Antidepressiva verabreicht, die die Wahrnehmung der Schmerzen positiv beeinflussen können. Die orale Einnahme wird in der Regel begleitet von physiotherapeutischen Maßnahmen.
Hierzu gehören das gesamte Spektrum der Physiotherapie wie Bewegungstherapie, Massage, Wärmebehandlung, Bädertherapie, deren Anwendung sich am Befund orientiert. Ebenfalls gehört hier aktives Krafttraining, um bestimmte Muskelgruppen anzusprechen.
Diese Behandlungsmöglichkeiten bieten wir in unseren schmerztherapeutischen Einrichtungen Schwerpunktabteilungen Johannesbad-Kliniken in Bad Füssing und Klinik St. Wolfgang in Bad Griesbach.
Der nächste Schritt sind Injektionen mit Lokalanästhetika und mit entzündungshemmenden Kortikosteroiden - besonders bei chronischem Schmerz. Hier werden die betroffenen Strukturen mit diesen Medikamenten infiltriert, um den akuten oder chronischen Schmerz zu bekämpfen.
Dies kann auch aus diagnostischen Gründen erfolgen, um den Schmerzverursacher zu identifizieren, indem man den Schmerz gezielt ausschaltet.
Ist die Bandscheibe selbst der Schmerzverursacher, liegt also diskogener Schmerz vor, kann dieser in der Regel durch Nervenblockaden oder Denervationen nicht beeinflusst werden.
Dies sind Injektionen zur Blockade der Schmerzweiterleitung durch Nerven. Je nach Indikation können sie an verschiedenen Zielstrukturen erfolgen. Da die Infiltration mit den Wirkstoffen genau positioniert werden müssen, erfolgt dies unter Bildwandlerkontrolle und erfahrenen Ärzten.
Für diesen Zweck haben wir am KKH Bogen eine spezielle Einrichtung für ambulante Schmerztherapie. Bei Schmerzen verursacht durch Nervenwurzeln hat diese konservative Therapie die beste Wirkung
Hier werden entzündungshemmende Kortikoide in die Nähe der Umhüllung des Rückenmarks eingebracht - dies ist möglich für die Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule. Nervenwurzeln der unteren Lendenwirbelsäule können auch durch einen Zugang Nahe des Steißbeines behandelt werden. Dies wird bei eindeutigen wurzelbedingten Schmerzen durch Stenosen oder Bandscheibenvorfällen angewandt. Diese entzündungsbedingten Wurzelreizsyndrome sind allerdings sehr selten.
Auch hier muss der Schmerz eindeutig auf eine bedrängte Nervenwurzel zurückgehen. Diese Methode ist präziser, da sie näher an oder in die Umhüllung einer Nervenwurzel injiziert wird. Dies ist nicht nur für die Diagnostik von Bedeutung sondern auch für die Langzeitwirkung - sie kann unter Umständen jahrelang anhalten.
Die erwähnten Effekte können auch durch Verödung des Zielgewebes in unserem Falle Nervengewebe durch Radiofrequenzläsionen oder Hitzesondenbehandlung erreicht werden. Diese Methoden werden durch technisch bedingte Einschränkungen in individuellen Fällen nicht von uns eingesetzt.